Der Nachklang gelesener Bücher

Der Leseprozess  ist ein spezielles Thema und nicht immer einfach, teilweise auch mühselig.  Jedoch ist die Nachwirkung von Gelesenem für mich fast schon wertvoller, da, wenn es in Berührung tritt mit Themen aus dem eigenem Leben, neue Verknüpfungen schafft und Platz für neue Assoziationen, die eigene Welt etwas größer wird. Diese Rubrik soll eine Plattform sein, um in Erinnerungen zu schwelgen und den Nachklang gelesener Bücher, sei es der Fantasy-Roman aus der Kindheit oder das ehemals gehasste Drama aus der Schulzeit, oder sonst ein Buch, zu reflektieren.

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Virginia Woolf, 1902

Es gibt bis jetzt noch kein Buch, welches mein Denken so entscheidend beeinflusst hat und mir neue Wege und Türen geöffnet hat, wie „a room of one’s own“ von Virginia Woolf. Beim Lesen selbst wurde ich schon in ihren Bann gezogen, da ihre Wortfindung und der gesamte Lesefluss so kurvenartig und zugleich pointiert ist, dass immer, wenn bei mir der Anschein von Anstrengung oder Langeweile aufkam, eine neue Fassette des Feldes beleuchtet wurde und mich von neuem mitriss. Von der Oberfläche bis hinab zu dem Kern, sehr logisch und treffsicher, beschäftigt sie sich mit dem Thema: Frauen und Literatur. Dieses Essay ist eine kleine Zeitreise und anthropologische Studie zugleich, verknüpft mit gesellschaftlichen und aktuellen Ursachen der Thematik.

Auch kein anderes Buch beziehe ich so oft in Diskussionen ein und scheine so leidenschaftlich davon zu erzählen, dass zwei Freunde das Buch gleichzeitig ausleihen wollten und dadurch ein kleiner Streit entstand!! Ich bin mir ziemlich sicher, dass das das ultimative Ziel jedes_r Autors_in ist.

Bildquelle: http://fivebooks.com//app/uploads/2016/06/virginia-woolf.jpg

 

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